Und schon haben wir September – meteorologischen Herbst.
Da ich vollkommen davon überzeugt bin, dass es ein schöner Spätsommer sein wird – warm, sonnig, golden und bunt – ist es in Ordnung. (Dass es just in diesem Moment grau-windig und usselig ist, ignorieren wir geflissentlich. Mit einem Lämpchen und vielen bunten Knöpfchen auf dem neuen Küchentischlein ist das eine einfache Übung. :-)
Der erste Herbst-Samstag hat meine Theorie dann auch gleich bestätigt: es war ein einfach herrlich warmer und sonniger Tag. Ich hatte Besuch von zwei lieben Freundinnen, wir saßen im Garten und plapperten, aßen (vegetarischen *g*) Streusel , plapperten, tranken Sekt (von dem C. ausnahmsweise keine roten Flecken im Gesicht bekam) und plapperten. Zwischendurch haben wir uns natürlich angeregt unterhalten. :-D
Als ich am Sonntag durch die Gegend fuhr, sah es schon sehr herbstlich aus. Gerade im Ländlichen: Dunstschwaden über den Wiesen, reife Äpfel, Sonnenblumen und hoch stehender Mais. Natürlich hatte ich keine Kamera mit und natürlich ärgert mich das heute.
Und gestern habe ich Frau Kuchen eine Wellness-Orgie gegönnt.
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Frau Carina Kuchen ;-) |
Eigentlich sollte sie nur entflust werden. Aber wie so oft: von Stöckchen nach Hölzchen – und plötzlich war die Abdeckung abgeschraubt. Boah, das waren keine Wollmäuse mehr, die da zum Vorschein kamen, es waren WollMONSTER! Kein Wunder hat sich immer wieder mal ein Faden gesträubt, ordentliche Nähte zu machen und kein Wunder, dass Frau Kuchen ab und an geächzt hat wie eine alte Lok. Dabei ist die Gute noch keine drei Jahre alt! Ach, manchmal tut putzen richtig gut! Vor allem, wenn das Zusammenschrauben der Maschine anschließend reibungslos klappt.
Ja – WENN! Also, reibungslos geklappt hat es. Frau Kuchen schnurrt jetzt wieder wie ein junges Kätzchen, die Fäden laufen quasi von selber durch und die Nähte sind wieder akurat und tadellos.
Allerdings lag da ganz am Schluss noch eine Schraube auf dem Tisch.
HÄ??????
Ich weiß ganz genau, dass ich nur vier Schrauben rausgenommen und auch vier wieder hinein geschraubt habe. Prüfende Blicke an die vier Stellen… JAHAA, alle Schrauben drin.
Aber die eine lag immer noch auf dem Tisch und glaub mir, Schrauben können vorwurfsvoll, beleidigt und hämisch auf einmal schauen! Und sie bringen dich dazu, die Maschine nochmal aufzuschrauben. Vorsicht Kontrolle ist nun mal die Mutter der Porzellankiste Nähmaschine! Aber wenn ich Recht hab, hab ich Recht – alles wie gehabt: Vier Schrauben raus – vier Schrauben wieder rein, Frau Kuchen schnurrt…
Und immer noch ein einsam und verlassenes Schräubchen auf dem Tisch. Grrr! Nun gut, dann kümmere ich mich halt zuerst darum, dass Frau Kuchen nicht mehr wackelt. Denn eine ihrer vier Gummisohlen war wohl verstellt (schon länger, aber solange es sich mit einem Zipfelchen Stoff beheben lässt….). Patientin auf den Rücken gelegt, Gummisohlen tariert und – AAHH! Da fehlt ja eine Schraube! :D :D :D
Manchmal löst sich ein Problem mit Geduld und Spucke von selber.
Frau Kuchen, frisch entflust, austariert (also ohne Hinkefuß) und schnurrend wie ein Kätzchen. Wage es noch EIN Mal jemand zu sagen: „Jaja, Frauen und Technik….“
Und nein, auch bei MIR ist keine Schraube locker (ich gebe zu, kurz war ich selber am Zweifeln...)